Es fing schon am Anfang an: Das Kind kam um Mitternacht zur Welt, genau zwischen Montag und Dienstag, Mai und Juni. Punkt 00:00:00. Entschuldigung, sagte der Arzt, welcher Tag soll als Geburtstag notiert werden? Dann kam die Wahl der Nationalität. Welcher Pass ist denn gewünscht? fragte die Bürokratie. ‚Sowohl als auch’ geht nicht. Danach kam der Rest: Was ist vorzuziehen, Muttersprache oder Vatersprache, Land oder Strand, sie oder er, hier oder dort? Es ist wohl besser, man definiert sich. Entweder oder weder noch sowohl als auch.
An diesem Abend kombiniert die Norwegerin Ragnhild A. Mørch magische Märchen mit wenig alltäglichen Anekdoten, um so dem nur allzu menschlichen Schulbladendenken entgegenzuwirken. Sie serviert dabei die ihr eigene Multi-Identität mit verbalem Slapstick und perfektem Timing …